Homebox: mein Lager, selbst gehostet
11. August 2026
Ich hatte so langsam den Überblick verloren, welche Elektronikbauteile ich besitze und welche nicht. Gerade bei Kondensatoren, Schaltkreisen, Dioden oder Widerständen habe ich immer sehr lange gesucht, nur um erstmal sicherzustellen, ob ich den Wert oder Typ überhaupt da habe. Oft hätte ich mir die Suche sparen können. Deswegen habe ich mich auf die Suche nach einer Inventarisierungs-Software gemacht.
Die Suche
Die ersten Versuche hatte ich vor zwei Jahren gemacht, dabei ist es dann aber auch geblieben, damals hatte ich schlicht keine Zeit, mich weiter damit zu beschäftigen. Homebox hatte ich mir aber schon damals für später vorgemerkt.
Vor ein paar Monaten habe ich wieder angefangen, mich mehr mit Hosting und einem eigenen VPS zu beschäftigen, und verschiedene Sachen selbst gehostet. Jetzt war auch die Zeit reif, ein Lagermanagement anzugehen. Ich habe mich nochmal umgeschaut, mit dem Namen Homebox noch im Hinterkopf, und bin am Ende wieder bei Homebox gelandet, die Alternativen fand ich nicht so ansprechend oder einfach in der Handhabung.
Das Homebox von vor zwei Jahren war mittlerweile in anderen Händen: Das Projekt, ursprünglich von hay-kot gestartet, wird jetzt von sysadminsmedia weitergeführt, weil hay-kot nicht mehr aktiv weiterentwickelt hat. Umso besser, dass ich damals nicht mit der alten Version angefangen hatte.
- Ursprüngliches Projekt: hay-kot/homebox
- Aktueller Fork: sysadminsmedia/homebox
Installation
Homebox wird per Docker installiert, was sich sowieso anbot, da ich Docker schon für andere Projekte auf meinem VPS laufen habe. Die Installation war schnell erledigt, Homebox lief direkt lokal. Mit Nginx habe ich noch einen Reverse Proxy eingerichtet, sodass man über eine eigene Subdomain komfortabel auf mein Webinterface kommt.
Lagerorte und Artikel
Auf der Seite angekommen, kann man sich per Login anmelden, man kann also zu mehreren an einem gemeinsamen Inventar arbeiten, oder alternativ jedem sein eigenes Lager geben.
Lagerorte lassen sich einfach anlegen. Ich habe für jeden Raum einen übergeordneten Lagerort gemacht, zum Beispiel Büro, und darunter jeden Schrank nochmal einzeln. Für große Items legt man dann direkt im Lagerort-Schrank einen Artikel an, für Kleinteile macht man stattdessen noch eine eigene Box. Ich habe zwar erstmal für jeden Raum einen Lagerort angelegt, mich aber erstmal auf meine Elektronikbauteile konzentriert, dafür gibt es bei mir die Lagerorte Elektronik und Mikrocontroller. Bei mir sieht das dann zum Beispiel so aus:
Büro
├── Schrank Rechts
├── Schrank neben PC
│ ├── Box1
│ ├── Box2
│ │ └── Tastatur
│ └── Steam Controller
├── Schrank Drucker
│ └── Ersatz Druckerpatronen
└── Container
Neue Artikel legt man mit Titel und Beschreibung an, dazu lässt sich für eine bessere Übersicht auch ein Bild hochladen.
Für jeden Artikel lassen sich auch im Nachhinein noch mehrere Fotos und Anhänge wie Betriebsanleitungen oder Schaltpläne hochladen und verwalten.
Tags und QR-Codes
Man kann auch mit Tags arbeiten und danach filtern.

Lagerorte und Artikel lassen sich außerdem mit QR-Codes ausstatten. Setzt man die Software professioneller ein, zum Beispiel als Lagersoftware für einen Shop, kann man mit einem Barcodescanner den Artikel bequem scannen und die Anzahl entsprechend verringern. Oder man klebt einen QR-Code auf Schrank oder Box und weiß beim Scannen sofort, was drin ist, ohne sie zu öffnen.

Fazit
Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Am Anfang ist es etwas Arbeit, alles zu inventarisieren, aber im Nachhinein lohnt es sich.
